Die Geschichte der Stiftung EDKE

 

Die Stiftung »Evangelisches Diakoniewerk Königin Elisabeth« besteht in ihrer heutigen Form seit dem Jahr 2001. Ihre Entstehungsgeschichte aber geht zurück bis ins Jahr 1843.

Nach der Gründung einer Kleinkinder-Bewahranstalt und eines Kinderhospitals unter dem Protektorat der Königin Elisabeth von Preußen, wurde 1887 das Diakonissenmutterhaus gegründet. Als Lebens- und Dienstgemeinschaft im evangelischen Glauben prägten die Diakonissen über 100 Jahre die Krankenpflege und alle weiteren diakonischen Aufgaben im Haus.


Der Begriff »Diakonie« (grch. diakonia) bedeutet »Dienst«. Im 19. Jahrhundert gehörten grenzenlose Armut, Kinderarbeit, katastrophale Wohnbedingungen, mangelnde Ernährung und Hygiene zum Alltag. Der evangelische Theologe Theodor Fliedner schuf Abhilfe. Mit der Gründung der Bildungsanstalt für evangelische Pflegerinnen in Kaiserswerth bei Düsseldorf am 13. Oktober 1836 begann die Pflegediakonie – und zugleich die öffentliche Akzeptanz der berufstätigen Frau.
Diakonissen sollten durch einheitliche Tracht als Trägerinnen eines kirchlichen Amtes erkennbar sein. Zum ihrem Kleid gehörte die damals verbreitete Rüschenhaube der verheirateten Frau: als äußeres Sinnbild ihrer »Vermählung mit Christus« – in dessen Auftrag sie ihr Leben in den Dienst an den Bedürftigen stellten.