Umzug nach Oberschöneweide


1908 wurde der Grundstein für einen weiteren Neubau in der Karlshorster Chaussee (heute Treskowallee) in Oberschöneweide gelegt. Über die Behandlung von Kindern hinaus sollte nun auch die Versorgung Erwachsener in den Bereichen Chirurgie und Innere Medizin übernommen werden.

Die offizielle Einweihung und Umbenennung in »Königin Elisabeth Hospital« (130 Betten) fand nach dem Umzug am 25. November 1910 statt.


1910

 

Mit der Umbenennung waren zusätzlich der Fachabteilungen Innere Medizin und Chirurgie auch für Erwachsene gegeben. Diakonissen stellten das Pflegepersonal im neuen Allgemeinkrankenhaus und leiteten das Erholungsheim Kolberger Deep.

In den Kriegsjahren 1914 – 18 wurden sämtliche Ärzte des Hauses ins Feld geschickt. Auch Diakonissen leisteten Pflegedienste an der Front. Zusätzlich
entstand in der Treskowallee ein Reserve-Lazarett mit 150 Betten. Im Kolberger Deep wurden Verwundete betreut.


 

Grundsteinlegung 1908 in Oberschöneweide

1914 bis 1939

 

In der Nachkriegs- und Inflationszeit hatte das Haus mit starken Einschränkungen zu kämpfen. Erst ab 1924 besserten sich die Bedingungen wieder.
Dann brachern mit dem Aufkommen des Nationalsozialismus unruhige Zeiten für das Mutterhaus an. Die Versorgung gestaltete sich immer schwieriger, da durch Einberufungen ein erheblicher Mangel an Schwestern und Ärzten auftrat.


1939 bis 1945


Das Kuratorium versuchte – so gut es ging – alle Geschäfte zu erledigen. Eine geänderte Satzung wurde beschlossen. Mitte August 1943 kam der Krieg auch nach Berlin. Krankenhäuser wurden evakuiert und an sichere Orte verlegt. Das Seehospiz in Kolberger Deep betreute in dieser Zeit viele Kinder aus gefährdeten Gebieten. Als die Front das Gebiet erreichte, wurde die Versorgung im März 1945 eingestellt und die Schwestern kamen nach Berlin.

Haupteingang des Königin Elisabeth Hospitals